Mittlerweile werden die (ehemaligen) Fischteiche des Gebiets fischfrei betrieben. Der Teichbetrieb wurde einzig auf die Bedürfnisse der Wasservögel umgestellt. Die Teiche werden dazu weiter mit Klärwasser bespannt, eine fischereiwirtschaftliche Nutzung findet aber nicht mehr statt. Die Vögel konkurrieren nicht mehr mit Fischen um Nahrung, und Störungen durch den Fischereibetrieb wurden zur Mauserzeit auf Null reduziert.

 

Warum?

 

Fortschritte in der Klärtechnik verringerten die Nährstoffzufuhr ab Mitte der 1990er Jahre stark und führten zu einem drastischen Einbruch der Wasservogelzahlen. Um die europaweite Bedeutung langfristig zu optimieren, pachtete die Stiftung Bayerischer Naturschutzfonds die Teichkette von der Uniper Kraftwerke (vormals E.ON Wasserkraft) bis 2030. 

Der Bayerische Naturschutzfonds beauftragte eine Trägergemeinschaft aus Ornithologischer Gesellschaft, dem Bund Naturschutz und dem Landesbund für Vogelschutz damit, ein nachhaltiges Managementkonzept zu erstellen.

Kernfragen für das Konzept waren, wie sich eine weitere Nährstoffreduktion oder gar der Wegfall der Klärwasserzufuhr auf die Mauserkapazität auswirkt. Auch die möglicherweise unerwünschten Folgen der Aufgabe der Karpfenproduktion wurden untersucht. Insbesondere ging es um eine zunehmende Verlandung oder erschwerte Nutzung der Teiche durch das Aufwachsen von undurchdringlichen Makroalgenmatten. Nach einem umfangreichen ornithologischen und gewässerkundlichen Untersuchungsprogramm wurde 2009 ein Konzept mit Empfehlungen für das Gebiet vorgestellt (unten erhältlich). 

Die Managementempfehlungen werden seit 2010 gemeinschaftlich vom Bayerischen Naturschutzfonds, der Trägergemeinschaft und der Uniper umgesetzt.

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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